Interessengemeinschaft K-Verbände 1990 - 2007

Chronik der Interressegemeinschaft K-Verbände oder Kameradschaft der “Sägefische”

1990 

Ein-Mann Torpdeofahrer, Ernst Schachinger, besucht mit der Marinekameradschaft “Prinz Eugen” aus Ried/Östereich die Marine in Eckernförde. Er nimmt Kontakt mit Kptl. Horst Karau auf, der bei der Bundesmarine an der Waffenschule in Eckernförde ein Torpedomuseum aufgebaut hat. In dieser Sammlung gab es u.a. auch ein Kampfmittel der Kriegsmarine mit Namen “Marder”. Das Fahrzeug besteht aus zwei zusammengesetzten Torpedos und einer Fahrlafette für den Landtransport. Der Marder ist in der 60er in ein Bauernhof in ein Scheune gefunden. Es ging eigentlich nur um der Trägertorpedo ohne Schwansstück. Der Torpedotechnischesammlung wollte das Stück haben in ihrer Torpedosammlung. Sie habe es wieder aufgebaut inklusieve der Fahrlafette. Das gesehene hat Ernst Schachinger nicht ruhen lassen und hat seine ehemalioge Kriegskameraden und dabei auch Walther Gerhold informiert.

 

1992

Ernst Schachinger, Walther Gerhold und Helmut Bierbrauer treffen sich mit Horst Karau in Eckernförde und verabreden ein Treffen mit weitere Kameraden für 1993 in Eckernförde.

 

Treffen in Eckernförde 7./10. Mai 1993

Zehn ehemalige Männer, Marderfahrer von K-Flottille 361,  kommen nach Eckernförde. Horst Karau hat für diese Gruppe interessante Tage in der Bundesmarine organisiert. Auf dem Programm stand natürlich auch der Marder.  Am letzten Abend kam es zu einem formlosen Gründungsbeschluss: “Es soll jedes Jahr ein Treffen mit Ehemalige und auch deren Frauen geben.” Über das Zeitschrift “Blaue Jungs” der Marinebund meldete sich schnell Ehemalige von andere Kleinkampfmittel Linse, Molch, Seehund, Biber und Kampfschwimmer. Das Treffen nannten sie inoffiziell “Interessegemeinschaft K-Verbände”. Eigentlich sprach man von “Sägefisch-Treffen”, weil das Wappen von das Kleinkampfverband ein Sägefisch war. 

 

Treffen in Eckernförde 5./8. Mai 1994

 

1994 – Marderfahrer von K-Flottille 361 mit Ob.Lt. Reisner der Bundesmarine.

 

Kpt.Lt. Karau in gesprech mit die Männer.

 

Treffen in Saalburg 18./20. Mai 1995

Marderfahrer Nico Müller organisierte jetzt das Sägefisch-Treffen in Saalburg in Thüringen. Es kamen 35 Kameraden und 25 hatten ihr Frau mitgebracht. Nico hat ein Besuch an Marmorwerk versorgt. Die Einmann-Torpedos des Typs Marder I (bis Juli 1944 Neger genannt) und Marder II mussten vor ein Einsatz mit der Fahrer “ausgewogen” werden. Im Marmorwerk von Saalburg wurden in 1944 Geheim Wasserbassins gebaut und mit Salzwasser gefühlt, mit dem Salzverhältnis des Bereiches, in dem sie sofort danach verwendet werden sollten. Es war wichtig, dass das Gewicht der Männer für die Operation nahezu gleich blieb. Eine 10-stündige Sitzprobe wurde auch im Becken durchgeführt. Der Fahrer musste unter Wasser mit seiner Atemmaske sitzen, um die mögliche lange Operation zu simulieren. Manch nahmen ein Buch mit um die Zeit durch zu kommen.

Nach einer “Dampferfahrt” auf der Bleilochstausee wurde eine Mahlzeit mit Thüringer Bratwurst verzehrt. Der Abschiedsabend war mit humorvollen Vorträgen und Musik. Nico Müller selbst spielte mehrmals Gitarre und sang mit seiner Frau alte Matrosenlieder. Nico lernte die Gitarre von dem Torpedo-Offizier in Seaby, Dänemark, wo ihre Flottille in den letzten sechs Monaten des Krieges stationiert war. Er gab das Lied “La Rumba Negra”, was sie damals gemacht hatten. An diesem Abend wurde Berlin als Ort für das nächste Treffen vereinbart.

 

Ernst Schachinger mit Frau
Twei von der erste Stunde, Walther Gerhold und Horst Berger.
Marderfahrer Bartlewski und Schwarz mit Frauen. Rechts läuft Molchfahrer Weidenfeller.

 

Treffen in Berlin  17./20. April 1996

 

Helmut Bierbrauer organisierte diesmal das Treffen in seiner Heimatstadt Berlin. Insgesamt 45 Personen, darunter auch Frauen, reisten aus allen Ecken Deutschlands nach Berlin. Am nächsten Morgen eine Tour durch die Stadt, geleitet von jemandem aus Architektur und Stadtplanung der Stadtverwaltung mit einer kurzen Pause beim Brandenburgertor. Nachmittags zu Fuß durch die Stadt mit Blick auf die Gedächtniskirche, die Wasseruhr und dann Kaffee Kranzelereck. Am nächsten Tag eine Bustour  Richtung Stettin, Ausfahrt Finowfurt zum Nordufer des Werbelinsees, wo die erste Pause war. Außerdem ging es kurz zum Kloster Chorin, danach ging es im Biosphären-Reservat Schnorfheide Chorin ins Hotel Mühlenhaus zum Mittagessen. Der Nachmittag setzte sich auf der MS Brummer für eine Kreuzfahrt auf der historischen Wasserstraße Havel-Oder-Kanal fort, die durch die Schiffshebewerk-Niederfinow führte. Der Kanal mit dem Schiffshebewerk wurde 1605 von Kurfürst Joachim Friedrich errichtet. Der Aufzug war zu seiner Zeit sehr modern und hat einen Wasserunterschied von 36 Metern. Danach ging es für einen letzten Abend in der Marinekameradschaft Berlin zurück nach Berlin. Alle schauten sich die vielen Fotos und Dekorationen an den Wänden an, nach denen das Abendessen serviert wurde.

Schönes Andenken von Helmut Bierbrauer.

 

Das Gästenbuch von Marinekameradschaft Berlin. Mit Signaturen von die Teilnehmer.

 

Treffen in Koblenz/Gülz 7./10. Mai 1997

Helmut Bierbrauer und Horst Karau

 

Treffen in Hagenau Bodensee  20./23. Mai

1998

Karl Müller mit die Karaus

 

Treffen in Eckernförde 5./8. Mai 1999

 

Treffen in Erfurt 10./13. Mai 2000

 

Treffen in Speyer 9./12. Mai 2001

 

Treffen in Fulda 22./25. Mai 2002

 

Treffen in Eckernförde 7./10 Mai 2003

 

Treffen in Berlin 5./8. Mai 2004

 

Treffen in Koblenz 3./6. Mai 2005

 

Treffen in Eckernförde 3./6. Mai 2006

 

Treffen in Fulda 9./12. Mai 2007

 

Treffen in Eckernförde 7./10. Mai 2008

 

Treffen in Bretzenheim 6./9. Mai 2009